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Der Angriff eines Pferdes! Wie du hinter die Fassade schauen kannst!

Saliho School - Zusätzlicher Beratungskanal 4,627 lượt xem 9 months ago
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#horse #pferde #Pferd
Mit Chi Horsing lernst du Pferdesprache und Pferdeumgang in Verbindung mit dem Verständnis für deine Lebensenergie. Die strahlt permanent deine Lebensweise aus. Ob du darüber Wissen hast oder nicht, sie wirkt immer und dein Pferd ahmt es je nach Wesenstyp nach, was nicht im Gleichgewicht scheint.

Denn Pferde stehen für Chaos in der Materie und folgen instinktiv den eigenen Ideen, um ihre Welt irgendwie wieder in Balance zu bringen. Dabei folgen sie einer inneren Ahnung von einer höheren Ordnung. Das Wissen um diese höhere Ordnung ist der Schlüssel für alle Lösungen im Pferdeumgang.

Egal, wo Du gerade stehst, ob Dein Pferd schon mehrere Jahre bei Dir ist oder Du es gerade erworben hast - ich möchte Dir mit chi horsing einen Neustart ermöglichen, der der Natur des Pferdes entspricht und nicht auf Training, Konditionierung oder Dressur basiert. Du solltest Dir dafür allerdings vier Wochen Zeit nehmen, in denen Du mit allem pausierst, was Du bisher mit Deinem Pferd gemacht hast.

Um Dir verständlich zu machen, dass es verschiedene Wege gibt, das Vertrauen Deines Pferdes zu gewinnen, möchte ich Dir zunächst aus meiner Sicht erläutern, wie Pferde den Beziehungsaufbau untereinander handhaben. Wähle dann den Weg, der sich für Dich am besten anfühlt und am besten zu Dir passt. Es gibt so viele unterschiedliche Pferdecharaktere und auch unterschiedliche Heransgehensweisen an Partnerschaften und Beziehungen, so dass dieses Buch perfekt dafür ist, sich mit den unterschiedlichsten Wegen zum Vertrauen auseinanderzusetzen.

Egal welchen Beziehungsweg Du wählst: er ähnelt immer dem, was Du selbst gelernt und kultiviert hast oder Du wählst bewusst das Gegenteil Deiner eigenen Erfahrungen, weil diese bisher vielleicht eher negativ waren.
Der eine geht seinen Weg selbstbewusst und zielorientiert, der andere eher zögerlich, forschend und ziellos, den Weg als Essenz sehend, nicht das Ziel.
Es ist also kein Weg miteinander vergleichbar, von daher finde, was zu Dir passt, um das Vertrauen Deines Pferdes zu gewinnen. Fühle hinein, wie Du Dir selbst wünschen würdest, dass ein fremdartiges Wesen Dein Vertrauen erobert.

Mein Vorschlag, chi horsing, ist ein eher behutsamer Weg, der anfangs viel Geduld und Demut verlangt, da es im ersten Schritt darum geht, vom Pferd nichts zu verlangen und ihm nichts zu nehmen, bevor es einen nicht als vertrauenswürdig erkannt hat. Bevor ich also das erste mal ein Pferd anfasse oder mit ihm auf einen Reitplatz gehe und trainiere oder ihn in ein für es gefährliches Gelände führe, erarbeite ich mir in der gewohnten Umgebung seiner Herde sein Vertrauen.

Ich möchte dem Pferd zeigen, dass alles an mir berechenbar ist und ich genauso kommunikativ und achtsam bin wie seine Herdenmitgleider - so dass es an dem Tag, an dem ich es das erste mal aufhalftere und aus der Gruppe nehme, bereits alles über mich weiß und unzählige Male bestätigt bekommen hat.

So wie ich Pferde kennengelernt habe, vertrauen sie am schnellsten und liebsten einem Menschen, der hochkommunikativ ist, klare Entscheidungen trifft und für einen gewissen Komfort sorgt, in dem sich das Pferd wohl und sogar stärker gemacht und gefördert fühlt.

Diese Art der Beziehung fordert die Bereitschaft des Menschen ein, mit seinem Pferd im Zusammensein immer in Verbindung zu stehen. Pferde sind wie kleine Plappermäuler, sie tauschen sich permanent mit kleinsten und feinsten Zeichen aus. Das verbindet sie intensiv miteinander. Man kennt sich sozusagen „mit jeder Geste“ und mit der noch so kleinsten Bewegung weiß man, was der andere will oder meint.
Darüber musst Du Dir im Klaren sein, ob Du auf diesem Niveau mit Deinem Pferd unterwegs sein möchtest. Es bedeutet für Dich immer präsent sein zu müssen. Dafür verspricht es dem jede Menge Spaß, der den lebendigen Austausch und die Abwechslung in den Dialogen mit seinem Pferd mehr liebt als ein Abrufen andressierter Reaktionen.
Das eine schließt das andere aber nicht aus. Auf dem Weg, den ich Dir vorschlage, ist nur die Reihenfolge wichtig, in der wir vorgehen: Im ersten Schritt beleuchten wir erst einmal unsere eigenen Kompetenzen und fordern vom Pferd nichts ein, was wir ihm nicht „auf pferdisch“ vermitteln können. Danach können wir alles mit ihm unternehmen, worauf wir Lust haben.

Das hört sich zunächst einmal recht einfach an. Allerdings lässt sich ein Pferd ohne Druck und Erziehungsmethoden nur von einem Menschen stark machen, der sich ihm beständig als Vorbild zeigt und ihm lebensbejahende Konzepte vorlebt.

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